Herbst an der Nordsee

Die letzten Strandgäste genießen das Wasser, die Luft, die Ruhe.

Sommer ade!

Viele Menschen verbinden Urlaubstage an der Nordsee mit warmen Sommertagen. Ein herrliches Gefühl, am Wasser zu liegen, sich die Sonne auf’s Gesicht scheinen und die Seele baumeln zu lassen. Aber die wahren Kenner dieser Region wissen auch die anderen Jahreszeiten zu schätzen. In den vergangenen Monaten habe ich immer mal wieder die Zeiten angesprochen, die eben nicht die klassische Nordseezeit sind. Das Frühjahr, den Winter, ja und jetzt eben auch den Herbst.

Der erste Herbststurm in diesem Jahr war Ende September. Faszinierend war für mich zu beobachten, wie sich das Wasser aus dem zugedachten Bett heraus auf’s Land zu bewegte.

Der Sommer ist unweigerlich vorbei, die Tage werden kürzer, die Abende länger. Auch die Temperaturen klettern nicht mehr nach oben sondern mit kleinen Ausreißern stetig nach unten. Aber ich hab mich mal bewusst umgeschaut, was man denn so in dieser Zeit alles erleben kann. Eine ganze Menge muss ich sagen. Schaut selbst.

Nicht alle Strandkörbe werden sofort in ihr Winterquartier gebracht. Die restlichen finden immer ihre Nutzer.

Hunderte von Strandkörben wandern jetzt in den Herbsttagen in ihre Winterquartiere. Viele davon müssen repariert oder auch nur wieder aufgehübscht werden. Aber es bleiben immer noch genügend Exemplare im Sand stehen, die eben die letzen sind, die „adieu“ sagen. Und darin zu sitzen bei herrlichem Herbst – Sonnenwetter….unvergleichbar.

Irgendwann ist dann aber unweigerlich Schluss.

Auf die richtige Kleidung kommt es an

Jetzt kommt der Ostfriesennerz zum Einsatz. Nicht unbedingt weil es regnet sondern weil es kalt ist. Die Luft ist klar, ein ganz klein wenig zieht schon der Nebel auf, aber es gibt noch immer viele Beschäftigungen, die einfach Spaß machen.

Im Schlamm buddeln und Muscheln suchen für die Kleinen oder gar eine Wattwanderung für die Größeren.

Ausflugsziel Neuwerk

Bis weit ins Jahr hinein bieten die Kutschenfahrer ihre Dienste an. So kann man von verschiedenen Ausgangspunkten aus zur Insel Neuwerk übersetzen. Egal wie man die Hin- und dann die Rückfahrt organisiert, es macht einfach Spaß. Zum Beispiel mit dem Schiff hinfahren und mit der Kutsche später auf dem Meeresboden zurück…ein besonderes Erlebnis. Ich gebe zu, dass ich manches Mal dachte, wir müssten wahrscheinlich doch schwimmen….mussten wir aber nicht. Der Kutscher war erprobt und hatte alles im Griff.

Warm eingemummelt ist eine solche Fahrt ein echtes Highlight.

Kurkonzert der anderen Art

Die Gäste, die jetzt hier sind, haben irgendwie Zeit. Das liegt vielleicht daran, dass es oftmals schon etwas ältere Menschen sind, die ihre Zeit genießen möchten, Oder es sind die wahren Lebenskünstler, wie zum Beispiel „Magic Chris Cosmo“, der unermüdlich auf der Promenade von Cuxhaven seine Liebeslieder zum Besten gab.

„Sweets for my honey“

Spaziergang am Rande der Nordseeorte

Jetzt komme ich auch endlich mal dazu, ganz in Ruhe durch die kleinen Orte zu schlendern und die Besonderheiten zu entdecken, mit denen die Einwohner ihren Heimatort schmücken, nicht immer nur für die Gäste.

Die Kasse des Vertrauens hat hier noch ihren Einsatz.

Fazit: Ich freue mich auf den nächsten Sommer, genieße aber in vollen Zügen die Zeit dazwischen. Ich melde mich wieder.

P.S. Und nie ist es schöner, durchgefroren und windzerzaust einzukehren und sich verwöhnen zu lassen.

Glühwein, heißer Kakao mit Sahne….und…und…und. Wieso eigentlich Sommer??